ARCHIV  - Aus der Förderlandschaft

Wie das Handelsblatt bekannt gab, verlässt der Vorstandsvorsitzende Ulrich Schröder (65) die KfW aus gesundheitlichen Gründen zum 31. Dezember 2017. Schröder habe dies dem geschäftsführenden Finanzminister Peter Altmaier (CDU) am 1. Dezember in einem Brief mitgeteilt, so das Handelsblatt. Der Verwaltungsrat der KfW hat den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Günther Bräunig als Nachfolger vorgeschlagen.

Ulrich Schroeder (KfW) im Portraet
© Susanne Schmidt-Domine, KfW-Bildarchiv
KfW-Vorstandschef Ulrich Schröder

Ulrich Schröder leitete seit September 2008 die größte deutsche Vergabestelle. Unter seiner Führung nahm die Bankengruppe eine vollständige Modernisierung ihrer IT vor und widmete sich der Digitalisierung. Außerdem hatte sie sich in dieser Zeit gemessen an der Bilanzsumme zu der drittgrößten deutschen Bank entwickelt.

Die KfW, die zu 80 % dem Bund und zu 20 % den Ländern gehört, erzielt jährlich Milliardengewinne. Allein 2016 hatte sie einen Überschuss von über 2 Mrd. Euro erwirtschaftet, gleichwohl hohe Gewinne nicht Hauptziel der Vergabestelle sind.

Finanzminister und Vorsitzender des Verwaltungsrates, Peter Altmaier, lobte im Anschluss an die Sitzung des KfW-Verwaltungsrates am 07. Dezember die hervorragenden Leistungen Ulrich Schröders. Unter seiner Ägide habe die KfW eine wichtige Rolle bei der Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise gespielt. Außerdem habe die Bank unter seiner Leitung die Entscheidung zur Gründung einer eigenen Beteiligungstochter zur Bündelung und zum Ausbau ihrer Aktivitäten in der Wagniskapitalfinanzierung getroffen.

Eine Krebserkrankung Schröders war bereits 2015 bekannt geworden. Jedoch hatte er auch während der Behandlung seine Tätigkeit bei der KfW fortgeführt. Erst seit Ende 2016 ist der promovierte Jurist krankgeschrieben. Den vorzeitig vom Verwaltungsrat bis zum 31. Dezember 2020 verlängerten Vertrag als Vorsitzender kann er nun nicht mehr erfüllen.

Wer die Nachfolge antritt, ist noch offen. Der Bund kann es sich jedoch nicht leisten, den Führungsposten zu lange unbesetzt zu lassen. Die geschäftsführende Bundesregierung muss daher schnellstmöglich eine Entscheidung in dieser Angelegenheit treffen, zumal die Personalie noch formal vom Bundeskabinett abgesegnet werden muss.

Der Verwaltungsrat der KfW hat den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Günther Bräunig (62) als Nachfolger vorgeschlagen. Bräunig, der bereits seit 1989 für die Förderbank arbeitet, gehört seit 2006 dem Vorstand an und präsentiert die KfW bereits seit Beginn dieses Jahres in der Öffentlichkeit.

Die Förder.Markt-Redaktion wünscht Herrn Schröder für die Zukunft alles Gute und dem Nachfolger viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe.

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